SO FERN SO NAH – getanzte Musik im Raum

SO FERN SO NAH – getanzte Musik im Raum

Akteure:
Lydia Oermann – Künstlerin/Projektleitung
Hannah Ma – freie Tänzerin, Link zur Seite von Hannah Ma
TrèvesPunkt Reedquintett- 5 Musiker/innen, Link zur Seite von TrèvesPunkt

Das Projekt ist eine Symbiose aus Musik und Tanz, aufgeführt in und hinter haudünnen abstrakt bedruckten Siebduckschleiern, die einen dynamischen Raum bilden. Die Musik des Trèves-Punkt Reed Quintett bildet den Klangteppich für den Tanz von Hannah Ma, der lautlos zwischen filigranen Tüllbahnen stattfindet und vielfältige Stimmungen und Assoziationen hervorruft: Nähe und Ferne, Leichtigkeit und Schwere, Melancholie und clowneske Heiterkeit. Musik, Tanz und der verrätselte Raum wirken immer zugleich fern und nach, fremd und vertraut zugleich und gehen stets eine symbiotische Verbindung ein.

Aufführungen 2015:

20. September 2015 – THEATERFEST „SCHAARF OP THEATER“, Centre Culturel, Abtei Neumünster, Luxemburg
Link zur Abtei Neumünster
18.Oktober 2015 – Kulturzentrum Beim Nessert, Mondercange, Luxemburg

Aufführungen im September und im November 2014 im Rahmen des Kultursommers RLP 2014

Gewaltige Symbolkraft

Ma war präsent. Die Räumlichkeiten zwangen sie zur Nähe zum Publikum. Und doch gelang es ihr, durch ihren Tanz und durch das Bühnenbild, die Ferne aufleben, ja geradezu greifbar werden zu lassen. Der durchsichtige Tüll entrückte sie. Je mehr Bahnen es waren, desto weiter war sie weg, auch wenn es noch nicht einmal ein Meter war, den sie sich nach hinten bewegte. Das war das faktische, das reale Erleben. Aber da war noch mehr. Die Symbolkraft, die hinter ihrem Tanz und hinter dem Tüll steckte, war gewaltig. Jeder kennt eigentlich diese Situationen, an die Ma’s Performance unwillkürlich erinnerte. Der Mensch, den man gerade verloren hat. Er lebt in der Erinnerung, ist ganz nah und doch so fern. Man sieht ihn deutlich vor sich, und doch ist da ein Schleier. Ein Schleier, der undurchdringlich ist. Man wurde an einen Menschen erinnert, dem man etwas Liebes sagen möchte. Er hört die Worte und versteht sie nicht. Kann oder will sie nicht annehmen. Die Entfernung ist gering und doch unüberwindbar.

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